Schöpfungsmesse 2024


Konzert Nr. 1 für Flöte und Orchester G-Dur
(KV 313)
von Wolfgang Amadeus Mozart

Schöpfungsmesse in B-Dur
für Soli, Chor und Orchester (Hob. XXII: 13)
von Joseph Haydn

15. Juni 2024, 19:00 Uhr
16. Juni 2024, 18:00 Uhr – das 25. Benefizkonzert

St. Mariä Empfängnis, Oststraße 42, Düsseldorf

Clementine Jesdinsky – Sopran
Angela Froemer – Alt
Leonhard Reso – Tenor
Joachim Höchbauer – Bass

apollo-chor salve musica e.V. und Orchester
Projektchor des Luisen-Gymnasiums Düsseldorf

Christiane Sauer – Flöte und Leitung

gefördert durch:
Chorverband NRW, Chorverband Düsseldorf
Landeshauptstadt Düsseldorf, Kulturamt


Haydn und die Schöpfungsmesse

Joseph Haydn schuf im Auftrag des Fürsten Nikolaus II. Esterhazy sechs große Messen, mit denen er seine Laufbahn als Kirchenkomponist krönte. Damit wollte der Fürst jährlich den Namenstag seiner Gattin Josepha Maria Hermenegild, Prinzessin von Liechtenstein würdigen. Diese schätzte den Meister mit aufrichtiger Verehrung und brachte auch dessen Werken das Verständnis entgegen, das Haydns musikalischem Rang entsprach.

Die Schöpfungsmesse ist die fünfte dieser feierlichen Messen. Der Aufführungstermin war der auf den Namenstag der Fürstin folgende Sonntag. Zur gleichen Zeit war Haydn damit beschäftigt, sein Oratorium „Die Jahreszeiten“ auf die Veröffentlichung vorzubereiten, nachdem er es Anfang des Jahres uraufgeführt hatte. In einem Brief vom 11. September 1801 an einen Berufskollegen klagt Haydn: „ … ich möchte Ihnen recht ein mehreres schreiben, aber eben bin ich armer alter Knab mit meiner neuen Meß, so übermorgen producirt werden muß, beym Schluß “. Die Messe wurde also am Sonntag, dem 13. September 1801, der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt, wahrscheinlich in der Bergkirche Eisenstadt.

Der Beiname „Schöpfungsmesse“ lässt sich darauf zurückführen, dass Haydn im Gloria von Klarinetten und Hörnern und dann vom Solobass auf die Worte „Qui tollis peccata mundi“ jene Melodie anklingen lässt, die Adam im Oratorium „Die Schöpfung“ zu den Worten „Der thauende Morgen“ singt.

Die öffentliche Reaktion auf diesen musikalischen Einfall Joseph Haydns war damals zwiegespalten: Für einige Zuhörer war die „tändelnde“ Melodie eine unangemessene Vermischung des Sakralen mit dem Weltlichen. Wir können uns Kritiken, Haydns späte Messen seien „zu fröhlich, um heilig zu sein“ nicht anschließen, und freuen uns über viele ansprechende Melodien und eingängige Rhythmen. Das großartige Hochamt kann man mit Recht als die Krönung seiner Messkompositionen betrachten.

Abgesang

Der apollo-chor salve musica e.V. bedankt sich für den großen Zuspruch des Publikums bei unseren beiden Konzerten im Juni in der Kirche St. Mariä Empfängnis in Düsseldorf. Wir sind stolz darauf, dass wir es geschafft haben, insgesamt 25 Benefizkonzerte für die sozialen Aufgaben der Franziskaner in Düsseldorf durchzuführen. Bis auf die eine Ausnahme zur Coronazeit gab es in jedem Jahr seit 1999 ein Konzert, das klassische und religiöse Musik aus den verschiedenen Epochen vorstellte.

Die Vorführungen des 1. Flötenkonzerts von Wolfgang Amadeus Mozart und der Schöpfungsmesse von Joseph Haydn waren für uns ein großer Erfolg. Gerade in diesem besonderen Jahr belohnte uns das Publikum für unsere Anstrengungen mit gutem Besuch und dem überwältigenden Beifall nach den Konzerten.